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Bangkok zwischen Himmel und Erde, Gestern und Heute: Spitzenköche kreieren Gourmetkost in edlen Rooftop-Restaurants im 60.Stock, unten brutzeln fliegende Straßenköche in ihren rollenden Garküchen Fleischspießchen auf Holzkohlefeuern. Eine blitzblanke U-Bahn flitzt durch den Untergrund, auf stillen Kanälen paddeln Gemüseverkäuferinnen. In Clubs feiern die jungen Wilden zu dröhnenden Bässen, während in den Klöstern Mönche in Meditation versunken sind.
Gelassen bleiben im permanenten Wandel
Bangkok ist eine Megacity, typisch thailändisch und kosmopolitisch zugleich. Sie vereint Tradition und Moderne, hält die Vergangenheit fest und nimmt Besucher gleichzeitig mit auf eine Reise in die Zukunft. Eine Metropole voller faszinierender Gegensätze und permanent im Wandel. Die Stadt greift nach den Sternen: Immer höher werden die Apartmenttürme am Fluss Chao Phraya, immer größer und eleganter die Shoppingcenter. Bangkok setzt Trends: Thailands Hauptstadt hat sich innerhalb weniger Jahre zur Designund Fashionhochburg Südostasiens gemausert. Boutiquehotels locken stilbewusste Traveller mit individuell dekorierten Zimmern. Architekten entwerfen futuristische Hochhäuser wie den King Power Mahanakhon , der wie ein gigantischer, aus Legosteinen errichteter Wolkenkratzer wirkt. Bangkok ist auf den ersten Blick das reine Chaos: Vielspurige Highways zerschneiden den Großstadtdschungel mit seinen Betonbauten und Staus. Über die Gehsteige schieben sich Menschenmassen zwischen fliegenden Händlern und Garküchen hindurch und müssen Mopedfahrern ausweichen, die das Trottoir als Schleichweg benutzen. Die Thais haben sich daran gewöhnt. „Mai pen rai“, sagen sie, „das macht nichts.“ Wer in Bangkok nicht gelassen bleibt, strapaziert seine Nerven.
Nichts wie raus aus dem Moloch - echt jetzt?
Vielleicht geht es dir so wie vielen Besuchern, die zum ersten Mal in Thailands Metropole kommen: Sie wollen so schnell wie möglich wieder raus aus diesem Moloch. Es gibt kein eigentliches Zentrum, keine klare Trennung zwischen Wohnund Geschäftsvierteln. Hier ist alles überall gleichzeitig. Aber wer ohne Vorbehalte auf Entdeckungstour geht, wird bald herausfinden, dass Bangkok selbst im größten Durcheinander eine Stadt der positiv gestimmten Menschen ist. Und wer hinter die moderne westliche Fassade schaut, kann erkennen und auch erleben, dass die Metropole noch immer voller Tradition und Exotik steckt. Nur kurz währt die Dämmerung in den Tropen. Schneller als die Sonne über dem Horizont aufsteigt, frisst sich der Morgenverkehr fest. Ein Taxi ist eingekeilt auf einer Brücke über einem klong, einem Kanal. Der Fahrer trommelt mit dem Daumen seinen Frust aufs Lenkrad. Plötzlich hält er inne und lächelt entschuldigend. Sein Blick fällt aufs Wasser, auf eine alte Frau in einem Holzboot. Sie paddelt mit kurzen Schlägen, gleitet mühelos voran. Jetzt grinst der Fahrer. Er weiß: Wenn das ganze moderne Bangkok wie ein Spuk verschwände, wäre es keine Tragödie. Nach der Lehre Buddhas ist nichts von Bestand in diesem Leben. Regentropfen werden zu Meeren, Meere zu Regentropfen. Ein ewiger Kreislauf. Die Thais würden einfach wieder zum Paddel greifen.
Geschichte
1767
General Taksin lässt sich zum König krönen und macht Thonburi zur neuen Hauptstadt von Siam
1782
König Rama I. verlegt die Hauptstadt ans andere Ufer in das Dorf Ban Makok
1863
Die erste Straße wird gepflastert: die Charoen Krung
1941–1944
Bangkok wird von japanischen Truppen besetzt und mehrfach von den Alliierten bombardiert
1946
König Bhumibol Adulyadej wird als König Rama IX. ernannt und 1950 gekrönt
1973
Bei Studenten-Unruhen lässt General Kittikachorn auf die Demonstranten schießen, 70 von ihnen sterben
2011
Die Stadt wird von der größten Flutkatastrophe seit 50 Jahren erfasst. Ein Grund für das enorme Ausmaß ist das rasante Verschwinden der Klongs
2022–2025
Die Legalisierung von Cannabis in 2022 wird 2025 zurückgenommen, die Cannabis-Läden schließen
2025
Die südostasiatischen SEA Games und die FIA Formula E World Championships finden in Thailand/Bangkok statt
Von der Stadt zur Metropole
Um 1900 lebten bereits eine halbe Million Menschen in der Hauptstadt des damaligen Siam. Bangkok war schon eine große Stadt, aber keine Großstadt. Eher eine Ansammlung von Dörfern, in denen Handwerker und ihre Familien lebten. Reismühlen und Sägewerke säumten den Chao Phraya, Thailands längsten Strom, der mitten durch die Metropole fließt. Die meisten Häuser waren aus Holz. Nur einige Geschäfts- und Regierungsgebäude, die Tempel und Paläste wurden aus Stein errichtet. Deshalb wirst du auch nur wenige private Bauten entdecken, die hundert Jahre alt oder älter sind. Das erste Automobil knatterte zwar schon 1897 durch Bangkok, aber nur wenige Kilometer Straßen waren damals gepflastert. Der Fluss und die Kanäle bildeten die wichtigsten Verkehrswege, übrigens nicht ganz ungefährliche: Noch um 1900 schwammen Krokodile im Chao Phraya. Wer sich traute, eins zu fangen, konnte sich von den Behörden eine Belohnung abholen. Frühe Reisende aus dem Westen beschrieben Bangkok als das „Venedig des Ostens“, als eine amphibische Stadt, in der Kinder mit dem Paddel in der Hand aufwuchsen. Längst sind viele Kanäle zugeschüttet oder zu Asphaltpisten geworden. Aber den Stadtteil Thonburi zerteilt noch immer ein Netz von Wasserwegen. Wer selbst ein Boot chartert und dorthin vordringt, wo die Touristenschiffe nicht mehr genug Wasser unterm Kiel haben, sieht auch heute noch das Bangkok von einst. Palmen werfen ihre Schatten auf schindelgedeckte Pfahlhäuser an grünen Ufern. Eine alte Frau kocht Reis auf einem Ofen, der wie ein durchlöcherter Blumentopf aussieht. Eine „schwimmende“ Marktfrau gleitet in ihrem mit großen Körben voll Knoblauch und Chilis, Tomaten und Gurken beladenen Boot zu ihrer Kundschaft. Auf einem Anlegesteg meditiert ein Mönch in orangefarbener Robe. Und ein paar Meter weiter planschen Kinder im Wasser. Es gibt sie weiterhin, diese Plätze, an denen selbst im hektischen Bangkok noch Ruhe herrscht.
Die "Stadt der Engel"
Vieles hat sich verändert, seit König Rama I. im Jahr 1782 die Hauptstadt Siams von Thonburi in das unbedeutende Dorf Bangkok auf der anderen Seite des Chao Phraya verlegte. Er taufte die neue Hauptstadt Krung Thep: Stadt der Engel. Auch wenn sich im internationalen Sprachgebrauch „Bangkok“ durchgesetzt hat, nennen die Thais seit Jahr und Tag ihre Kapitale bei ihrem schöneren Namen. Heute ist die Metropole das mit großem Abstand bedeutendste Wirtschaftszentrum des Landes. Im Großraum Bangkok wird über ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Die Millionenstadt zieht Landflüchtlinge auf Jobsuche an wie ein Magnet. Laut Statistik leben rund 11 Mio. Menschen (Stadtgebiet) in der Hauptstadt, doch die exakte Zahl ihrer Bewohner kennt niemand ganz genau. Denn ein großer Teil stammt aus den armen Provinzen des Landes, vornehmlich aus dem dürregeplagten Nordosten, und ist nach wie vor in den Heimatorten gemeldet.
So wuchert Bangkok in die Breite und schießt in die Höhe. Als 1970 das Hotel Dusit Thani mit seinen 23 Stockwerken eröffnet wurde, sagten Skeptiker: Höher geht’s nicht, und verwiesen auf Studien, nach denen die Hauptstadt Jahr für Jahr tiefer im Schwemmland versinkt. Heute ragt ein Meer von Wolkenkratzern bis in die Dunstglocke über der Stadt. Etwa der 2019 eingeweihte, 70 Stockwerke hohe Magnolias Waterfront Residences Tower, Teil des gigantischen Icon-Siam-Projekts, der das Dusit Thani zum Zwerg degradiert hat: Mit seinen 316 m Höhe hält er weiterhin den Rekord in Thailand.
Bangkok ist auch das unbestrittene kulturelle und religiöse Zentrum Thailands. Rund 95 Prozent der Thais bekennen sich zum Buddhismus, der Lehre des Siddhartha Gautama, genannt Buddha. Vom älteren Geisterglauben haben sie deswegen aber nicht abgelassen. Damit die Geister nicht heimatlos umherschwirren, muss ihnen ein Haus gebaut werden. Meist ist es kaum größer als ein Vogelhäuschen und steht auf einem Pfosten im Garten, in der Hofeinfahrt oder auf dem Parkplatz. An keinem Morgen wird versäumt, den unsichtbaren Nachbarn Opfergaben darzubringen: Blumen, Reis, ein Glas Wasser, Räucherstäbchen. Diese Spiritualität bestimmt das alltägliche Leben in Bangkok ebenso wie die Rushhour auf der Sukhumvit Road, einer der größten Verkehrsadern der Stadt.
Mitreissend - erlebe die Kontraste!
Wer nach Bangkok kommt, wird schnell das typische „Aroma“ der Stadt wahrnehmen, erzeugt von qualmenden Bussen, knatternden Tuk-Tuks und den unzähligen Autos oder Motorrädern. Staus sind an der Tagesordnung: Wo sich die vielspurigen Hauptstraßen Ploenchit, Rama I und Ratchadamri treffen, stehen nicht selten alle Räder still. Nur hoch über der Kreuzung geht es voran: im Skytrain. Eine Augenweide ist die Hochbahnstrecke nicht. Doch selbst hier, an diesem urbanen Albtraum einer Kreuzung, ist Bangkok anders als jede andere Metropole mit Verkehrsproblemen. Der Duft von Räucherstäbchen legt sich über die Abgasschwaden, klassische Thai-Musik dringt durch Pfeifengetriller und Motorenlärm. Und auch die grazilen Tänzerinnen in ihren glitzernden Prunktrachten sind keine Sinnestäuschung. Sie tanzen um eine vergoldete Statue des Hindugottes Brahma im Erawan Shrine. Zu diesem pilgern Bauarbeiter und Bankdirektoren, Barmädchen knien neben Hausfrauen mit Lotosblüten in den gefalteten Händen. Natürlich ist Bangkok voller Sehenswürdigkeiten, die ein touristisches Muss sind. Aber das Leben in seiner ganzen Vielfalt entdeckst du erst, wenn du dich unter die Menschen mischst – beim Eintauchen ins Labyrinth der Märkte oder bei der Atempause in einem wat, einem der 400 Klöster der Stadt. Nach dem Besuch in einem pompösen Einkaufszentrum voller Glitzerpracht geht es mit einem klong- Boot durch eine Welt, in der die Zeit stillzustehen scheint. Es sind diese Gegensätze, die eine Reise nach Bangkok zum unvergesslichen Erlebnis machen.
Bangkok Highlights
Aktuelles Wetter
Wissenswertes
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Bangkok
Buch, 18. Auflage · 17.95 €Urlaub zwischen Tradition und Moderne: Mit dem MARCO POLO Reiseführer Bangkok entdecken Eine Megacity zwischen Himmel und Erde, Gestern und Heute: Während oben der Skytrain Touristen und Einheimische in Rekordzeit transportiert, paddeln unten Gemüseverkäuferinnen in Holzbooten über alte Kanäle. Im 60. Stock kredenzen Sterneköche Gourmetgerichte in hochmodernen Rooftop-Restaurants, auf der Straße brutzeln in traditionellen Garküchen Fleischspieße über Holzkohlefeuern.
Egal, ob du einen aufregenden Städteurlaub verbringen oder in Ruhe in den Alltag der Thailänder eintauchen möchtest: Dein MARCO POLO Reiseführer Bangkok ist immer dabei!
Unterwegs in Bangkok mit den MARCO POLO Erlebnistouren
Nach der Lehre Buddhas ist im Leben nichts von Bestand und so verändert sich auch Bangkok ständig. Hier erlebst du jeden Tag etwas Neues: Lass vor dem Grand Palace mitten in der Großstadt Drachen steigen, shoppe in der luxuriösen Glitzerwelt des Einkaufstempels Siam Paragon oder meditiere im Kloster Wat Bowonniwet zwischen Fischteichen und eindrucksvollen Wandmalereien.
Mit den Erlebnistouren und Insider-Tipps in deinem MARCO POLO Reiseführer Bangkok lernst du alle Facetten dieser pulsierenden Metropole kennen!
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Über die Region:
Bangkok ist ein Zentrum für Handel, Kultur und Streetfood mit einem Mix aus Tradition und Moderne. Die Stadt bietet zahlreiche Tempelanlagen, Märkte und Museen. Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten zählen der Große Palast mit dem Tempel des Smaragd-Buddha sowie der Lumphini-Park als weitläufiges Erholungsgebiet im Stadtzentrum.

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